
Weiden
138 Unternehmen und zahlreiche Besucher bei 18. Ausbildungsmesse Nordoberpfalz
138 Aussteller und rund 200 Berufe – die 18. Ausbildungsmesse Nordoberpfalz hat zahlreiche Jugendliche in die Max-Reger-Halle in Weiden gelockt. Die Unternehmen bieten dieses Jahr sogar etwas mehr offene Ausbildungsstellen an als 2024.
Timo Voigt ist auf Berufssuche und interessiert sich für einen kaufmännischen Beruf. Aber er nutzt die vielfältigen Möglichkeiten der Ausbildungsmesse Nordoberpfalz in Weiden und versucht sich vor Ort auch im Pflastern eines Kopfsteinpflasters. Maddox Eckstein, Auszubildender bei Markgraf Bauunternehmung, zeigt ihm, was wichtig ist. „Es macht schon Spaß. Man braucht auf jeden Fall gutes Augenmaß“, erklärt Timo danach.
Jugendliche wie er hatten am Wochenende in der Max-Reger-Halle die Wahl zwischen 138 Arbeitgebern und rund 200 verschiedenen Ausbildungsberufen. Die Unternehmen der Region sparen trotz der aktuellen Wirtschaftskrise nicht an der Ausbildung. Bernhard Lang von der Agentur für Arbeit Weiden erklärte, dass es sogar mehr offene Ausbildungsstellen gibt als im Vorjahr. Rein rechnerisch könnte dieses Jahr jeder Jugendliche 2,7 Ausbildungsstellen bekommen. Und gute Nachrichten hatte auch die Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz zu vermelden. Was die Auszubildenden angeht, habe die Region aktuell einen Spitzenwert im Bayern-Vergleich. „Wir hatten 2024 ein Plus von 16 Prozent im Vergleich zu 2023.“, so Jürgen Kilger, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz.
Max-Reger-Halle prall gefüllt
Schon kurz nach der Eröffnung drängten sich die Besucher in der Max-Reger-Halle – das Interesse war groß. Die Unternehmensbotschafter an den Ständen versuchten natürlich alle, möglichst viele Interessierte von ihren Unternehmen zu überzeugen. Viele der Berufsbotschafter wollten auch mit Vorurteilen über ihren Arbeitsalltag aufräumen. „Wir arbeiten jetzt seit vier Jahren in der Pflege und können sagen, es ist einfach ein schöner Beruf“, erzählen zum Beispiel Sophia Speer und Nadine Mandri vom BRK. „Die Arbeit mit den Senioren ist manchmal auch sehr lustig. Die älteren Leute haben oft richtig Humor.“
Über Virtual Reality in Berufe schnuppern
Und nicht nur über Erzählungen konnten die Jugendlichen sich über Berufe informieren – mithilfe von VR-Brillen konnten sie sich auch direkt in 160 verschiedene Berufe digital hineinversetzen lassen. Diese Möglichkeit bot die Agentur für Arbeit zum ersten Mal auf der Ausbildungsmesse in Weiden an.
Viele der anwesenden Unternehmen berichten, dass sie im vergangenen Jahr einen großen Teil ihrer offenen Ausbildungsstellen besetzen konnten – sie hoffen natürlich, dass das nach der diesjährigen 18. Ausbildungsmesse ähnlich sein wird.
(az)