
Königstein
Aiwanger in die Pflicht nehmen
Immer mehr Gastronomieunternehmen sperren dauerhaft zu. Nach Angaben des Bayerischen Hotel-und Gaststättenverbandes Dehoga Bayern sind im vergangenen Jahrzehnt zwischen 35 und 40 Prozent aller Betriebe auf dem flachen Land aufgegeben worden.
Keine guten Aussichten für den Jung-Gastronomen Peter Pesold. Sein Hotel-Gasthof „Zur Post“ steht auf dem flachen Land, nämlich in Königstein. Er ist gerade mal 29 Jahre alt und führt den Familienbetrieb nun in der siebten Generation. Um dies nicht zu gefährden, appelliert er an die Politik zu helfen. Deshalb hat er Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger zu einem Gespräch bei einem Abendessen in seinen Betrieb eingeladen. Dort schilderte er ihm seine Sorgen und bat um politische Hilfe, etwa was die Stärkung der Wirtschaft betrifft, die Infrastruktur auf dem flachen Land oder die finanzielle Entlastung, vor allem durch die Senkung der Mehrwertsteuer in der Gastronomie auf dauerhaft sieben Prozent durch die Bundesregierung, der Hubert Aiwanger künftig angehören will. Auch eine flexiblere Arbeitszeitregelung wäre hilfreich.
Der Minister sicherte seine Unterstützung zu, wenngleich viele seiner Antworten Forderungen an den Bund waren. Doch Bayern helfe beispielsweise bei Modernisierungen oder durch die Energiewende bei zu hohen Energiekosten. Er teilte die Auffassung Pesolds, dass bessere Straßen notwendig seien, um den Geschäftsleuten und Gästen überhaupt die reibungslose Anfahrt zu den Hotels und Gaststätten zu ermöglichen.
(gb)