Fr., 28.03.2025 , 10:54 Uhr

Amberg

Heribert Prantl kritisiert Rüstungsgeilheit

Deutschland und die Welt rüsten auf. Horrende Summen werden für das Militär locker gemacht. Manche sehen das kritisch – wie der Publizist Heribert Prantl, der nun in Amberg referiert hat.

Den Frieden gewinnen – das ist der Titel des aktuellen Buches von Heribert Prantl, in Nittenau im Landkreis Schwandorf geboren, dann Staatsanwalt, von 2011 bis 2019 Mitglied der Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung.

In Amberg referiert Prantl über die globalen Herausforderungen, vor allem in Zeiten der Kriege. Er spricht von einem Staubsauger, der die Sicherheiten der Weltgeschichte aufsaugen würde. Und am Regler säßen Autokraten wie Putin oder Trump. Dass Trump den Krieg in der Ukraine beenden will, mache ihn, so Prantl, nicht zum Friedensstifter.

Prantl macht Hoffnung

Aber: Prantl kritisiert auch die Spirale der Aufrüstung scharf, bezeichnet sie als Rüstungsgeilheit und fürchtet ein Zeitenende statt eine Zeitenwende, wenn die Kriegsrhetorik weiter so anhalten würde. Hass, so Prantl, sei die schlimmste Kraft des Menschen, denn sie sei ansteckend. Deutschland richtet nun nach den Wahlen unter anderem für das Militär ein Sondervermögen von 500 Milliarden Euro ein. Geld, das Prantl lieber anders einsetzen würde – zum Beispiel für Bildung.

Prantl plädiert für eine gemeinsame europäische Armee – und dafür, dass die Menschen Hoffnung in die Zukunft haben. Denn Hoffnung gebe Kraft. Die Zuschauer gehen an diesem Abend jedenfalls überwiegend positiv gestimmt aus dem Musikom.

Geladen zum Vortrag von Heribert Prantl hat übrigens die Katholische Erwachsenen-Bildung, die dieses Jahr 50-jähriges Bestehen in Amberg feiert.

(mz)

amberg Aufrüstung Den Frieden gewinnen Heribert Prantl Katholische Erwachsenenbildung Krieg Oberpfalz Oberpfalz TV OTV Zukunft

Das könnte Dich auch interessieren

10.05.2024 03:59 Min Oberbürgermeister Michael Cerny im Gespräch mit OTV Der jetzige Oberbürgermeister Michael Cerny wird zu den Kommunalwahlen 2026 nicht mehr antreten. Darüber hat er heute mit uns im Studio gesprochen. 27.03.2025 02:58 Min Amberg soll wachsen: Neuer Wohnraum geplant – Entscheidung steht aus Zwischen Ammerthaler Weg und Fuggerstraße in Amberg könnten 130 Wohneinheiten entstehen. Dazu sind 125 Tiefgaragen- und 35 offene Stellplätze vorgesehen. Die Hauptzufahrt soll über die Fuggerstraße, die Abfahrt über den Ammerthaler Weg erfolgen. Bedenken wegen Verkehr und Infrastruktur Einige Anwohner nahmen an der Bauausschusssitzung teil, um sich zu informieren. Die Anwohner kritisieren das Vorhaben. Auch 27.03.2025 00:33 Min Jörg Podewils beim KJF verabschiedet Nach 11 Jahren wurde der Leiter der Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern in Amberg, Jörg Podewils, verabschiedet. Der Direktor der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Regensburg Michael Eibl begrüßte die Gäste und dankte Podewils für seine jahrelange Arbeit. Die Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern in Amberg ist Anlaufstelle für Kinder und Eltern in schwierigen 26.03.2025 00:34 Min Zukunft digitale Verwaltung Digitalisierung in der Verwaltung war das Thema einer Tagung im Amberger Congress Centrum, zu der die Bayerischen Akademie für Verwaltungsmanagement eingeladen hatte. In verschiedenen Vorträgen ging es unter anderem um die Digitalisierung von Poststellen, das digitale Schülerticket und den Ferienpass. Ambergs Oberbürgermeister Michael Cerny hob hervor, dass sowohl digitale Angebote als auch die persönliche Betreuung