
Flossenbürg
Dimensionen eines Verbrechens
Mit mehr als drei Millionen Toten sind die sowjetischen Kriegsgefangenen eine der größten Opfergruppen im Dritten Reich. In der kollektiven Erinnerung der deutschen Geschichte sind sie dabei fast vergessen. Die Ausstellung „Dimensionen eines Verbrechens – Sowjetische Kriegsgefangene im Zweiten Weltkrieg“ will einen Einstieg in das Thema bieten.
Aufgeteilt in neun Kapitel gibt die Ausstellung einen Einblick in die Biografien von zwölf sowjetischen Häftlingen. Auf einer Europakarte werden einige der Lagerorte sowie deren Opferzahl gezeigt. Durch Medienstationen in der Ausstellung kann das Leben einiger Häftlinge nachgelesen werden.
Erarbeitet wurde die Ausstellung durch das Museum Berlin-Karlshorst in Kooperation mit der Stiftung Niedersächsische Gedenkstätten, dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, dem Deutschen Historischen Institut Moskau und der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg.
Bis zum 11. Juni kann die Ausstellung in der ehemaligen Häftlingsküche in der Gedenkstätte in Flossenburg bei freiem Eintritt besucht werden.
(bs)