Amberg
Bürgerbeteiligung zur Zukunft der Leopoldkaserne
Es war abzusehen, dass die „Bürgerbeteiligungsmaßnahme“, wie sie die Stadt nannte, auf großes Interesse stoßen würde. Deshalb war die Teilnehmerzahl von vorneherein auf 60 begrenzt. Eingeladen hatte die Stadt und Rede und Antwort standen die Verantwortlichen der Planungsbüros und Baureferent Dr. Markus Kühne, der auch Geschäftsführer der eigens gegründeten Stadtentwicklungsgesellschaft ist. Die Amberger auf dem Planungsweg in punkto Leopoldkaserne mitnehmen, so das erklärte Ziel des vor-Ort-Termins.
Da es sich beim Areal der ehemaligen Leopoldkaserne um ein Sanierungsgebiet handelt, waren sogenannte „vorbereitende Maßnahmen“ nötig. Durchgeführt wurden sie von den Planungsbüros „Salm + Stegen“, „Hess Architektur“ und „dwplanung“. Auf dem 10 Hektar großen Gelände soll in den kommenden Jahren ein völlig neuer Stadtteil entstehen. Was die Planung betrifft, stehe man jetzt ganz am Anfang, so Daniel Waldhoff von dwplanung. Das Potenzial sei aber sehr groß. Bis der neue Stadtteil auch Wirklichkeit geworden ist, würden mindestens 15 Jahre vergehen, so Waldhoff weiter.
Neben Wohnraum könnten Geschäfte und Gastronomie entstehen. Die Verantwortlichen der Stadtentwicklungsgesellschaft werden jetzt überlegen müssen, welcher Mix auf dem Areal zukunftsfähig ist. Auch der Denkmalschutz spielt bei den Überlegungen eine große Rolle, so Dr. Markus Kühne von der Stadtentwicklungsgesellschaft. Die Fassade müsse erhalten werden. Es stelle sich jetzt die Frage, welche Freiheiten bei der Gestaltung zulässig sind.
(db)