Weiden
Mustermodell: Neubau Integrierte Leitstelle in Wernberg-Köblitz
In der siebten Verbandsversammlung des Zweckverbands für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Oberpfalz-Nord (ZRF Oberpfalz-Nord)wurde in der nichtöffentlicher Sitzung mehrheitlich über den Neubau der Integrierten Leitstelle Oberpfalz-Nord und des ZRF Oberpfalz-Nord abgestimmt. Mit dem Bau soll 2026 begonnen werden. Das Modell des Gebäudes ist auf dem Titelbild zu sehen.
Der Beschluss erfolgte zugunsten der Variante 5 (Hofbebauung), die eine Nettoraumfläche von 4.242 m² vorsieht. Die berechneten Gebäudekosten betragen knapp 31 Millionen Euro, wobei die Leitstellentechnik nicht inbegriffen ist. Mit der Inbetriebnahme der neuen Leitstelle wird die ILS Oberpfalz-Nord für insgesamt rund 510.000 Einwohner in den Landkreisen Amberg-Sulzbach, Neustadt an der Waldnaab, Schwandorf und Tirschenreuth sowie in den kreisfreien Städten Amberg und Weiden zuständig sein. Über mehrere Monate hinweg hat sich eine eigens eingerichtete Projektgruppe intensiv mit unterschiedlichsten Vorentwürfen und Varianten auseinandergesetzt. Dabei wurden umfassende interne Abstimmungen und Planungsgespräche geführt.
Besondere Berücksichtigung fand in der Architektur-Planung die zukünftige Eigenverwaltung des ZRF Oberpfalz-Nord, die auch die von den Kreisverwaltungsbehörden übernommenen Aufgaben einschließt. Dazu gehören unter anderem: Taktisch-technische Betriebsstelle (TTB) der Kommunikations- und Warnsysteme, Pflege und Betrieb von Zusatzinformationssystemen, MoWaS/NINA-Alarmierungen,
- Stammdatenpflege für Feuerwehren und Katastrophenschutz, Sirenenwarnung-/Überwachung. Ergänzend wurden auch Erkenntnisse aus Besichtigungen anderer vergleichbarer Neubauprojekte in Fürstenfeldbruck, Essenbach/Landshut, Ansbach sowie im schleswig-holsteinischen Bad Oldesloe und Elmshorn in die Planungen eingebracht. Optimierungs- und Verbesserungsvorschläge flossen gezielt in fünf Entwurfsvarianten ein.
Zusätzlich wurden in die Planung folgende Faktoren einbezogen:
- Verteilung der Nutzungszonen, Umsetzung des genehmigten Raumprogramms, Sicherheitsaspekte, Funktionale Bezüge und kurze Wege, Arbeiten im 24-Stundenbetrieb, Besonderheiten des Grundstücks, Erweiterungsmöglichkeiten, Topografie und Zuschnitt des Geländes.
(ls)