
Weiden
Vergewaltigungsprozess: Opfer geht es psychisch schlecht
Am Landgericht Weiden ist am heutigen Dienstag der Prozess gegen 2 junge Männer aus Syrien fortgesetzt worden. Ihnen wird vorgeworfen, dass sie Anfang Juli vergangenen Jahres eine jetzt 35-jährige Frau und wenige Stunden später zwei 14-jährige Mädchen vergewaltigt haben sollen. Der Prozess wurde diese Woche noch einmal komplett aufgerollt, nachdem ein Verteidiger in der vergangenen Woche erkrankt war.
Heute Vormittag wurde die 35-jährige Frau zu den Vorfällen im vergangenen Jahr befragt. Dies geschah unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Die Frau versuche das Erlebte irgendwie zu verarbeiten, so Dr. Hans-Wolfgang-Schnupfhagn, der Vertreter der Nebenklage. Er vertritt auch eines der 14-jährigen Mädchen. Diese, so berichtet er, müsse sich in psychologische Behandlung begeben. Die beiden Mädchen wurden am gestrigen Montag am Landgericht Weiden befragt. Auch dies geschah unter Ausschluss der Öffentlichkeit.
Die beiden Angeklagten werden von Christin Kiener und Matthias Haberl vertreten. Sie wollen einen Freispruch für ihre Mandanten erreichen. Es gebe Widersprüche in einigen Aussagen, die sie noch überprüfen wollten. Die beiden Angeklagten würden sich nach wie vor nicht zu den Vorwürfen äußern, so die beiden Verteidiger. Damit werde es auch kein sogenanntes Rechtsgespräch geben.
Der Prozess wird am morgigen Mittwoch fortgesetzt.
(tb)