Tirschenreuth

Zwischenstand beim medizinischen Strukturgutachten im Landkreis Tirschenreuth

Der Landkreis Tirschenreuth hat ein Zwischenergebnis seines Strukturgutachtens zur medizinischen Versorgung veröffentlicht. Das Gutachten soll darstellen, wie sich die Gesundheitsversorgung im Landkreis in den nächsten Jahren entwickeln wird, und wo Handlungsbedarf herrscht.

Die Hauptverantwortliche für das Gutachten, Lisa Burger, hat das erste Fazit: Heute sei Tirschenreuth im Vergleich zu anderen Landkreisen in Bayern eher mittelmäßig aufgestellt, was die Arztdichte betrifft. Kinderärzte sind ausreichend vorhanden. Besonders bei HNO-Ärzten zeichnet sich aber schon jetzt eine deutliche Unterversorgung ab. Bis zum Jahr 2030 wird sich die ärztliche Versorgung auf dem Land wohl weiter verschlechtern. Jede fünfte benötigte Stelle könnte unbesetzt sein. Helfen sollen hier Anreize, um die Region für Ärzte attraktiver zu machen, und alternative Versorgungsmodelle. Was die Notvallversorgung und Pflege angeht, sei der Stand derzeit zufriedenstellend.

Das Gutachten wird von einer Arbeitsgemeinschaft aus Experten, Mitarbeitern des Landratsamts und einer Gutachterfirma erstellt. Besonders nach der Schließung der Notaufnahme in Tirschenreuth bekommt das Gutachten viel Aufmerksamkeit.

(sb)

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